Frequently asked questions.

Das Frequency 2014 ist nun eine Woche her und auch dieses Jahr hatte ich wieder das Vergnügen, einige tolle Künstler interviewen zu dürfen. An die großartigen Homies von Antenne Steiermark an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Warum Bastille nun meine neue Lieblingsband (Fangirl-Mode: SO ON!!) ist, die Jungs von Milky Chance gern mal eine Nacht im Knast mit Uli Hoeneß verbringen wollen und was eine Karotte in Über-Penis-Länge im Backstageraum bei Imagine Dragons zu suchen hat… Lest selbst!

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Das Frequency war auch dieses Jahr wieder geprägt von lauter wunderschönen Ereignissen… Postpubertäre Jungs in Tierkostümen, in Bier getränkte Mädchen mit Blumenbändern im Haar, der zarte Dixie-Klo-Wind, der alle heiligen Zeiten herüberweht und meine Nasenschleimhaut verätzt, Sonne, Wind und staubige Vans – Ich vermisse all dies jetzt schon. Kurz gesagt: Das Frequency war einfach wunderbar. Ein Festival gehört zu meinem Sommer einfach dazu, allein schon wegen dem unendlichen Freiheitsgefühl, der tollen und manchmal beschissenen Musik, den Menschen und der kulinarischen Highlights (Handbrot!!!).

Die tollen Menschen des noch tolleren Regionalradios Antenne Steiermark und Universal Music haben es mir auch dieses Jahr wieder ermöglicht, Artist-Interviews zu führen und den Schweiß, die Tattoos, die Fahnen und schrägen englischen Akzente der großen Rockstars hautnah zu erleben. Die exklusive Betreuung in Form von Zugang zu Water-Closets und Bier um € 2,5 im VIP Bereich zauberten bereits an Tag 0 ein großes Lächeln in mein Gesicht – Ich vergesse euch diesen Luxus niemals. Es folgte ein wunderbares Interview mit den großartigen Jungs von Bastille, welche mich nicht nur optisch (oh Will.. ❤ ) sondern auch innerlich zum dahinschmelzen brachten.10003886_10204478835882046_1613077419168430992_nWill (mit Blick auf mein kleines Schwalben-Tattoo am Elbogen) „I love your Tattoo! Show me! Aw, As in America I wanted it tiny and beautiful and small and the guy just smelled money and was like ‘This is the smallest I can do it..’ “ Er zeigt mir den ziemlich groß geratenen Bad Blood Schriftzug an der Innenseite seines Oberarms. „The smallest he could do, probably!“ Wir lachen, setzen uns, die Jungs sind sehr zuvorkommend, bieten mir Wasser an und wir reden über (Tattoo-)Jugendsünden, erste Alben, Lieblingsmusik mit 15, Festivals und das Bandleben, Wills Leidenschaft für Rihanna, mutige Entscheidungen, Steaks und ready-to-eat Würstchen von der OMV. Rockstar-Talk, man! Bastille haben mich nach unserem Gespräch nicht nur menschlich, sondern beim Konzert auch musikalisch überzeugt. Obwohl ich kein besonderer Fan des apokalyptischen Chors in Pompeii bin, sind die restlichen Songs wirklich wirklich Festival-tauglich und haben nach den Tagen der ultimativen Freiheit auch ihren Weg in meine Playlist gefunden.

Nachdem Bastille das Festival offiziell eröffnet haben, war der Weg frei für Macklemore und Mr. Ryan Lewis: Nach Jahren endlich endlich mal live gesehen. Meine Glückseligkeit kann ich an dieser Stelle nicht in Worte fassen. Einer der größten Songs ist für mich immer noch The Town – ob er den gespielt hat, kann ich allerdings nicht mehr sagen (verweise hier auf Bier um 2,5…) – Es war ein unvergesslicher Abend. Danke an alle, die dabei waren, danke an das grünhaarige Baby.

Mein Gespräch mit Milky Chance am nächsten Tag war dementsprechend geprägt von leichten Kopfschmerzen, was aber sicherlich kein Problem war, da die Jungs auch gern mal feiern und meine Leiden gut nachvollziehen konnten. Für diese Großzügigkeit verzeihe ich ihnen sogar ihre leicht bekifften, langgezogenen Antworten, die allerdings voller Überraschungen steckten: „Mit wem würdet ihr gern mal eine Nacht verbringen?“ Clemens zupft sich die spiky hair, zieht die Ärmel seines Fruit of the Loom Pullis übers Handgelenk und überlegt. Philipp schaut mich an. „Eine Nacht mit einer Person… Ich würd echt gern wissen, wie’sm Uli Hoeneß grad im Knast geht. Das fänd’ ich echt interessant. Knastbrüder für eine Nacht. Ich will wissen, ob die den da so… respektieren?“ Wir lachen. Wir reden über ihre Frisuren, Glätteisen und Stylingtipps. Über Freunde, Familie, Zuhause, Britney Spears und beschissene Jobs. „Ich musste mal auf ein Kunstwerk aufpassen, in einem Kloster.“ Ich will’s genau wissen. Journalistische Sorgfalt, mhm! „Hast du’s geschafft?“ Er lacht, zeigt sein strahlend weißes, zahnspangenperfektioniertes Lächeln. „Nee, ich hatte da einfach garnix zu tun und bin irgendwann nicht mehr hingegangen…“

10592924_10204485740454656_4909542727785502133_nUnd weil die Jungs mehr Fame und Respekt verdient haben als das, was die Stolen Dance-Welle ausgelöst hat, zeige ich euch hier meinen Favorit.

Es folgte mein Interview mit Imagine Dragons. Die sind nach den letzten beiden Jahren natürlich Vollprofis im Interview geben, lassen zwischen den Fragen aber immer Raum für kleine Späße und Spontanität, auch wenn meine unkonventionellen Fragen sie etwas aus dem Konzept brachten. Auf die Frage, mit wem sie gerne eine Nacht verbringen würden, wussten sie erstmal keine Antwort. „Jessica Rabbit… Or Wayne’s wife…“ Wir kommen im Laufe des Interviews immer wieder auf das Thema mit Wayne’s Frau – Ich muss mir die mal anschauen, sie muss ziemlich heiß sein… Mit der Frage hab’ ich anscheinend ein Fass aufgemacht, also falls sich Imagine Dragons in nächster Zeit trennen: Don’t blame me!! Mir fällt auf, dass im Bandraum der Jungs ein riesiger Kohlkopf und eine Karotte in XXL-Format herumliegen. „Seems like you’re eating pretty healthy?“ Ben lacht. „Yeah, sometimes you have to put some effort in doing reparative things to your body… Like having conversations with Wayne’s wife… But that carrot… Someone must be over-compensating…”

Ansonsten bleibt nur mehr zu sagen, dass ich das Frequency sehr genossen habe und mich schon jetzt auf 2015 freue. Ich freue mich auf die Kostüm-Jungs, die Blumenmädchen, die Scheiße und den Dreck, auf neue Freunde und alte Bekannte, auf coole Bands und auch (ich muss es einfach sagen) auf das ein oder andere Bier um 2,5.

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(Casper – hier mittig – hab‘ ich übrigens auch getroffen. Er hat jetzt ein Septum!)

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