Warum Modeblogs eigentlich doch nicht der größte Scheiß sind.

Was passiert, wenn du in Österreich laut nachdenkst? Wenn du einfach mal sagst, was du dir denkst? Manchmal kann einem schon ordentlich eins auf die Schnauze gegeben werden, wenn man nicht über alles, was man von sich gibt, nachdenkt. Vor allem die Arbeit mit Medien und der Umgang mit dem Internet haben diese Dinge erheblich verkompliziert. Jedes Wort, das wir schreiben, ist für immer in den unendlichen Weiten des Datendschungels gefangen und man wird alles, was man jemals gepostet hat, Jahre später noch nachlesen können. Ich glaube, dessen sind wir uns nicht immer bewusst. Trotzdem sollten wir unsere Gedanken sorgfältig wählen und formulieren.

canon sinah 1815

Zwar keine Backsteinmauer in SOHO, dafür aber eine weiße in meinem Schlafzimmer: Me, posing for my fashion blog. Shirt: H&M. …oder wars doch Mango?

Wir alle sind trendgesteuerte Konsumenten der Medienwelt und orientieren uns an ihr, fotografieren manchmal unser Essen oder unsere Nägel, zeigen unser schönstes #ootd und versuchen uns an #fromwhereistand’s – aber genau das verbindet uns doch. Der Wunsch, das Internet mit schönen und ansehnlichen Dingen zu füllen, unsere Gedanken wie in einem virtuellen Tagebuch jedem zugänglich zu machen und uns zu zeigen, so wie wir sind oder sein wollen. Dabei sind uns Musik, Magazine, Menschen und -ja, auch die heiß diskutierten– Modeblogs ( 😉 )gute Hilfsmittel, um unser ästhetisches Empfinden zu schulen.

Es sind aber auch gegensätzliche Meinungen von großer Bedeutung, weil nur der Wind aus anderen Richtungen für neuen Kurs sorgen kann. Ich glaube, vor allem deshalb sind Medien wie VICE wichtig. Weil sie Dinge ansprechen, Subkulturen und Kontra-Meinungen eine Diskussionsplattform bieten. Zwar bin ich (bis auf eine wilde Party earlier this year) noch nie in den heiligen Hallen der Redaktion gewesen und habe auch keinerlei Einfluss auf die Themenwahl oder die Redakteure, allerdings weiß ich, dass die Menschen dort verdammt hart arbeiten, um viele verschiedene Perspektiven einzunehmen, damit man auch mal über sich selbst nachdenkt. Damit der selbstständig denkende Mensch (wie wir es ja alle sind) lernt, Artikel auch mal mit einem Augenzwinkern zu lesen und zu interpretieren. Denn ganz so heiß gegessen wie gekocht wird ja schließlich auch nicht.

Kritik ist etwas, mit dem wir in einer Zeit, wo wir uns über Likes und Kommentare definieren, vielleicht erst wieder umgehen lernen müssen. Vor allem aber ist es wichtig, Respekt und Verständnis für andere aufzubringen, nicht nur im Internet, sondern vor allem im real-life. Denn ganz gleich, wer auf welche Art und Weise zu seiner Zahnpasta kommt – Neben all diesen Dingen zählt doch vor allem eines: Die Menschen. ❤

xxsinah.

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