Street Food für Salzburg

Vom 11.-13. September macht der Street Food Market Austria Halt in Salzburg! Mit dabei: Das Team von j.Kinski. Was euch erwartet: Das geilste Sandwich eures Lebens. Ich habe mich mit Leo Bernhard, dem bayrischen j.Kinski, unterhalten – und mal nachgefragt, was es mit dem Slow Food Trend auf sich hat. 

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Leo, was ist eigentlich das Besondere an Slow Food?

Leckeres, selbstgemachtes Essen, das mit viel Liebe und nach Möglichkeit regional zubereitet ist. Folglich ist auch die Liebe und Hingabe zum (Roh-)Produkt entscheidend. Also auch ein Bewusstsein über Qualität, Herkunft und Herstellung bzw. Aufzucht.

Warum ist das Konzept Street Food eurer Meinung nach im Moment so erfolgreich? Erkennt man da vielleicht eine gesellschaftliche Veränderung?

Man kann schon beobachten, dass immer mehr Menschen Wert auf gesunde und bewusste Ernährung legen. Sieht man auch an der Vielzahl von Bio-Produkten und Märkten, die Ablehnung von industriell produzierten Lebensmitteln und Massentierhaltung oder die bereits genannte “Slow Food”-Bewegung, die immer mehr Anhänger gewinnt. Es ist sicher aber auch die Lust, Neues und Unbekanntes zu probieren. Immer nur Restaurant oder Kantine ist auf Dauer langweilig und enttäuschend. Wir wünschen uns natürlich, dass sich das auch gesellschaftlich bemerkbar macht. Aber solche Prozesse brauchen ihre Zeit. Wir helfen gerne dabei, dies mit unserem leckeren Essen zu beschleunigen!

Für diejenigen, die noch nie einen Street Food Market besucht haben: Wie kann man sich das vorstellen? 

Leckeres, schnell, frisch und vor euren Augen zubereitetes Essen, auf die Hand. Dazu gibt’s noch lecker Trinken und Musik auf die Ohren. Street Food Market heißt, mit Freunden gemeinsam genießen und entspannen. Und beim Street Food darf auch geteilt und geckleckert werden 🙂

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Was sind eure beliebtesten Speisen, eure Highlights?

Puh, schwer zu sagen. Das Highlight wahrscheinlich unser Sandwich: Alles selbstgemacht, mit viel Liebe. Von oben bis unten Bio. Das Fleisch kommt von Kühen aus Freilandhaltung aus Südthüringen, das Mehl für unsere Brote lassen wir frisch mahlen und wir backen auch selbst. Auch die Saucen machen wir selber. Da wir immer wechseln, saisonal kochen und selbst auch nicht immer das selbe machen wollen haben wir schon eine Menge an Variationen angeboten. Empfehlungen abzugeben ist deshalb immer schwierig!

Bietet ihr auch vegetarisches/veganes Essen an?

Schnelle Antwort: Nein. Noch nicht!

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Welche eurer Speisen findet ihr persönlich am Allerallerbesten?

Da sind wir wieder bei den Highlights. Seit kurzem haben wir selbstgeräuchten “Sous Vide Schweinebauch” mit dabei. Der mit unserer Cheddarsauce oder zu Trüffelnaise ist schon ’ne Ansage! Ansonsten gilt auch hier: Selbst wir können uns oft nicht entscheiden, welches Gericht wir denn dann wirklich am liebsten mögen.

Seit wann seid ihr im Street Food-Catering tätig? Und wie kam es dazu?

Street Food machen wir jetzt bald 4 Jahre. In Amerika kennen und lieben gelernt und dann bei einem Berlin Besuch in der Markthalle 9 mehr oder weniger „reingestoplert“, seitdem sind wir mit dabei. j.Kinski selbst gibt es schon seit 1999.

Wie legt ihr eure Menüs fest, wie geht ihr bei der Kreation vor?

Wir fragen uns: Was gibt es saisonal vor Ort. Dazu ’ne Prise Leidenschaft, Liebe, Regionalität und Kreativität – und dann geht’s los. Wenn man müsste, kann man den Stil als „Cross Over Fusion“ bezeichnen. Am Ende zählt aber das Ergebnis und da ist es egal, ob das jetzt klassisch französisch oder asiatisch ist. Es geht ja auch darum, neue Richtungen auszuprobieren und zu überraschen. Da hilft natürlich auch die Erfahrung in der Gastro seit 1999.

Bei den Saucen darf man sich nicht lumpen lassen. Deshalb macht j.Kinski einfach alles selber. Wirklich alles.

Bei den Saucen darf man sich nicht lumpen lassen. Deshalb macht j.Kinski einfach alles selber. Wirklich alles.

Wo trifft man euren Street Food Stand sonst noch an? 

Wir sind jeden Donnerstag in der Marktahlle 9 in Berlin, von 17-22 Uhr. Darüber hinaus touren wir durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und sind daher jedes Wochenende auf einem anderen Street Food Event. Am besten hierfür einfach Facebook auschecken. Aktuell planen wir auch einen Laden in Berlin zu eröffnen, um unsere Sandwiches dann 24/7 anbieten zu können!

Wo geht ihr selber gerne essen? Was ist euch beim Essen besonders wichtig, worauf kommt’s an?

Wenn man selber gerne, gut und leidenschaftlich kocht, ist Essen gehen immer schwer. Vor allem, wenn man darüber hinaus noch selbst in der Branche arbeitet. Also wenn, dann wirklich bei befreundeten Kollegen oder eben Läden und Restaurants probieren, bei denen man weiß, dass man nicht enttäuscht, sondern überrascht wird. Wichtig ist außerdem, dass die Leute vor Ort mit Leidenschaft und Überzeugung bei der Sache sind.

Kann man eure Gerichte auch nachkochen?

Das kann man. Ist allerdings teilweise mit sehr hohem technischem Aufwand verbunden und man braucht für das ein oder andere ein paar Jahre Erfahrung, bis es dann am Ende so schmeckt, wie es bei uns. Wir sind aber keine Geheimniskrämer und teilen gerne unser Wissen und die Freude an gutem Essen – wer also interessiert ist erhält bei uns alle Informationen!

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Die j. Kinskis, superbusy in Linz

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Alter: 27-99 (wobei man beim ältesten Mitglied nicht ganz sicher sein kann)

Team: Ca. 12 engagierte Verrückte.

Herkunft: Von Bayern über Thüringen bis Berlin kommen wir aus fast allen Ecken Deutschlands.

Standort: Magdala, Thüringen. (Allerdings kein Restaurant – nur Küche)

Ihr Motto: Life is too short for bad food.

Wer ist dieser j.Kinski und warum eine Katze als Logo?: Das j im “j.Kinski” steht für Jörg. Der Rest ist Legende.

Und für alle Social Hashtagger: #leckerseitimmer #jkinski #mietzupyourlife

Der Street Food Market in Salzburg findet am Wochenende des 11. bis 13. September im Messezentrum statt. 

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