Wie du das meiste aus Designerteilen machst

in Zusammenarbeit mit Claudia B. Schmidt.

Auf Instagram tut jeder so, als wäre es das normalste auf der Welt, eine Luxus Bag am Arm spazieren zu tragen. Ich würde diesen Blogbeitrag gerne dazu nutzen, um meine Meinung dazu zu sagen und auch um euch ein paar Tipps zu geben, falls ihr die Anschaffung eines Markenteils in Erwägung zieht. Diese will nämlich gut überlegt sein

Don’t care too much about Trends. Oft wünscht man sich nichts mehr, als die Tasche, die die fünf Lieblings-Bloggerinnen gerade tragen. Aber lass‘ dich nicht zu sehr von Trends leiten: Was heute in ist, kann morgen schon wieder out sein. Überlege dir vorher gut, welche Art von Piece du kaufen möchtest: Einen großen Shopper, der viel Platz bietet? Eine elegante Statement-Bag für den Abend? Ein Paar klassische Pumps, die du auch in zehn Jahren noch tragen möchtest? Mein Tipp: In zeitlose Teile investieren, die auch nach Abebben eines Trends noch tragbar sind. Investiere in Dinge die dir wirklich gefallen und zu dir passen und überleg es dir gut. Tolle Teile, wie zum Beispiel diese schönen Paillettenkleider, mit denen ich schon lange liebäugele, da ich in nächster Zeit einige festliche Anlässe habe, findet ihr im Link.

Respect the clothes. Ich trage meine Klamotten teilweise schon zehn Jahre. Ich flicke meine Vintage-Pullis und T-Shirts, anstatt sie wegzuwerfen. An vielen Teilen hänge ich sehr. An Bandshirts zum Beispiel. Es ist mir egal, ob manche meiner Lieblingsteile nur 10 Euro gekostet haben. Wer Mode mit Respekt behandelt, läuft nicht Gefahr, sinnlos billigen Kam einzukaufen, der ohnehin in den hintersten Ecken des Schranks landet. Wenn man auf solche Käufe verzichtet, merkt man erst, wie viel Geld eigentlich übrig bleibt. Geld, das man sparen und in ein wirklich tolles, teureres Teil investieren könnte. Mein Tipp: Kaufe weniger, dafür überlegter. Miste regelmäßig aus und verkaufe Klamotten, die du nicht mehr tragen willst. So stellst du sicher, dass dein Schrank nicht völlig überquillt und du einen Überblick über die Dinge behältst, die du besitzt. Außerdem verdienst du damit nebenbei ein bisschen Geld – und das kannst du wiederum in die Anschaffung eines hochwertigen Teils investieren.

Whenever, wherever. Ich trage meine Taschen zu allen Anlässen und im Alltag. Ich passe gut auf sie auf und verstaue sie nach dem Tragen immer in Staubbeutel. Durch sorgsamen Umgang kann man sicherstellen, dass man sie später auch wieder verkaufen kann und einen angemessenen Preis dafür bekommt. Second Hand Designerware ist ohnehin eine tolle Möglichkeit, um Markenkleidung günstiger zu kaufen. Allerdings kaufe ich Gebrauchtes nicht online sondern nur direkt im Geschäft. So kann ich etwaige Gebrauchsspuren sofort feststellen und mich vergewissern, dass die Authentizitätszertifikate noch vorhanden sind.

Don’t forget about the price tag. Lege dir ein Preislimit fest und bleib’ dabei. Ich überlege vor jedem Kauf teilweise mehrere Monate – und ich kaufe nie zum vollen Preis 😉 Ich warte lieber auf den Sale –denn irgendwo ist immer Sale. Außerdem vergleiche ich die Preise mehrerer Anbieter und schaue vor einem Kauf gerne bei Yoox vorbei. Vor allem fange ich an, zu sparen, sobald ich ein Teil ins Auge gefasst habe. Und wenn es nur 50 Euro im Monat sind. Dieser Betrag kommt auf ein eigenes Konto und die Vorfreude auf das Teil steigt mit dem Betrag. Manchmal passiert es, dass die Teile dann schnell ausverkauft sind oder nicht mehr in der gewünschten Größe vorhanden. Das ist eben Teil des Spiels. Darüber ärgere ich mich nicht. Dafür habe ich dann eben einen Geldbetrag gespart und ihn nicht ausgegeben.

Don’t do it if it doesn’t feel right. Wenn dir schon der Anblick des Teils ein schlechtes Gewissen bereitet, schick es zurück. Man wird nie Freude an etwas haben, dass man sich ganz einfach nicht leisten kann und eigentlich auch nicht leisten will. Wenn es euch den Preis wert ist, recherchiert genau und überlegt gut, ob euch nicht doch eine bessere Möglichkeit einfällt, euer Geld auszugeben. Es muss einfach passen und sich gut anfühlen. Das gilt nicht nur für Designermode sondern für Kleidung generell. Etwas nur zu kaufen, weil es eine Designermarke und im Sale ist, ist auch nicht ratsam. Es ist Geld, das man zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht anders besser investieren hätte können.

Sicher ist es schlauer, schwer verdientes Geld zu sparen. Aber: Wer hart arbeitet, darf sich auch mal was gönnen. Ich finde es unmöglich, Frauen vorzuschreiben, wie sie auszusehen haben oder wofür sie ihr Geld ausgeben dürfen. Diese Art von Bevormundung ist völlig unnötig. Sich gelegentlich mal was leisten zu können und auf einen lang gehegten Wunsch hinzuarbeiten, macht manchen Menschen eben Spaß. Meine Devise: Seltener einkaufen, dafür ausgewählter. Dann hat man auch wirklich lange Freude mit Mode.