Mit dieser Behandlung wird man Aknenarben los

Als ehemalige Aknepatientin weiß ich, was eine schlechte Haut mit der Psyche macht. Umso mehr freute es mich, als ich die Akne endlich loswurde. Was blieb, waren jedoch ein paar nervige Aknenarben und erweiterte Poren. Mit dieser Behandlung verbesserte ich mein Hautbild gewaltig 

Ich bin ja schon seit einiger Zeit Kundin im Kuzbari Zentrum für Ästhetische Medizin: Microdermabrasion und Ultherapy habe ich dort schon ausprobiert und ich war immer vollstens zufrieden. Aus Angst vor intensiveren Behandlungen habe ich mich aber nie getraut, mehr zu probieren. Und mit mehr meine ich: ran an die Nadeln! 

Ich habe schon öfter gehört, dass das sogenannte Micro oder Medical Needling wahre Wunder bei Aknenarben und großporiger Haut vollbringen soll, habe mich aber nie getraut, die Behandlung zu testen. Doch jetzt habe ich den Mut gefasst und mich von der medizinischen Kosmetikerin Sonja Panagiotides im Kuzbari Zentrum „needlen“ lassen. Was soll ich sagen: Es war überhaupt nicht schlimm! Bis auf leichte Rötungen, die am nächsten Tag meist verschwunden waren, hatte ich überhaupt keine Nebenwirkungen und nur Freude mit dem Resultat. Wir haben eine Microdermabrasion, bei der abgestorbene Hautschüppchen und Talg ganz sanft von der Haut abgesaugt und die Poren mit Wasser gespült werden, in Kombination mit einem medizinischen Needling gemacht. „Skin Care Club“ heißt diese Kombi-Behandlung bei Kuzbari.  

Hier ein paar Infos zu meiner Erfahrung. 

1. Was passiert bei der Behandlung? 

Dr. Golnaz Delir ist meiner Meinung nach einer der besten Hautärztinnen in Wien und ebenfalls im Kuzbari Zentrum tätig. Sie erkärt: „Microdermabrasion und Medical Needling sind Behandlungen, die vielfältig eingesetzt werden können, einerseits bei Aknepatientinnen und –patienten zur Verbesserung von Aknenarben, insgesamt zur Hautverjüngung. Es ist auch eine präventive Behandlung.“ Die Skin Care Club Kombination ist für alle Hauttypen geeignet und kann im Gesicht sowie am Hals und Dekolleté eingesetzt werden. Zuerst wird die Haut gründlich gereinigt, dann führt Sonja die Microdermabrasion durch:

Beim anschließenden Medical Needling werden an der Haut mit dem SkinPen kleine Microverletzungen zugefügt und Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Vitamine und Antioxidantien in die Haut eingeschleust. Das fühlt sich wie ein Kratzen an der Hautoberfläche an. Da ich eine recht dicke Haut habe, tat es mir nicht sonderlich weh. Nach einer halben Stunde war es halt nicht mehr so angenehm aber ich würde den Schmerzlevel zwischen 0 und 1 ansiedeln:

2. Wann sollte die Behandlung durchgeführt werden? 

Das gute ist: Man kann die Skin Care Club Kombibehandlung sowohl im Sommer als auch im Winter anwenden. Dr. Delir erklärt: „Das Risiko von Hyperpigmentierung nach Laserbehandlungen oder Peelings, die im Sommer durchgeführt werden, ist größer, weshalb man diese eher in den Herbst- oder Wintermonaten durchführen sollte. Den Skin Care Club kann man auch im Sommer als guten Ersatz bzw. zur Überbrückung der Sommermonate einsetzen.“ Nichtsdesto trotz ist es eine Behandlung, so Dr. Delir, die man regelmäßig machen sollte, um auch den konsequenten Therapieerfolg zu sehen. Und das kann ich nur unterschreiben. Nach der ersten Behandlung sah meine Haut zwar schon wunderbar frisch und rosig aus, größere Poren oder Narben verschwanden etwa ab der vierten Sitzung.

Vor der Behandlung und vier Wochen danach

3. Was muss man nach der Skin Care Club Behandlung beachten? 

Fünf bis sieben Tage nach der Behandlung sollte man einen SPF 50 anwenden, erklärt Dr. Delir. Dieser sollte unbedingt eine halbe Stunde vor Sonnenexposition aufgetragen werden. „Am selben Tag nach der Behandlung wäre es sinnvoll, das Gesicht nicht zu schminken und eine leichte Pflegeemulsion anzuwenden, um die leicht beleidigte Haut auf Vordermann zu bringen“, erklärt Dr. Delir weiter. Ich verwende in den Tagen nach Gesichtsbehandlungen z.B. die „Cicalfate Post-Procedure“ von Avène. Auf säurehaltige Produkte sollte nach der Behandlung unbedingt verzichtet werden und auch medizinische Cremen und Antioxidantien sollten an den ersten Tagen nach dem Skin Care Club nicht eingesetzt werden. Auf Sonnenbäder, Spa und Sauna sollte man vorerst ebenfalls verzichten. In den ersten Tagen nach der Behandlung kann es übrigens vermehrt zu Unreinheiten kommen: Bitte nicht schrecken! Das ist völlig normal, weil die Haut auf Hochtouren arbeitet und alles an die Oberfläche kommt. Auch beginnt sich die Haut logischerweise leicht abzuschuppen, weil die Mikroverletzungen anfangen, zu heilen. Danach ist die Haut wie erneuert.

Das ist die maximalste Rötung gleich nach der ersten Behandlung, die ich jemals hatte. Danach wurden die Rötungen von Behandlung zu Behandlung weniger

4. Wie oft muss die Behandlung wiederholt werden, damit man einen Effekt sieht? 

„Man sagt, dass sich die Haut alle 21 Tage bis 4 Wochen schält. Insofern macht es Sinn, die Behandlung regelmäßig in einem Intervall von etwa vier bis sechs Wochen durchzuführen, spätestens alle acht Wochen. Je nachdem, welchen Therapieeffekt man eben erzielen möchte“, weiß Dr. Delir. Bei einer Anti-Aknebehandlung müsste man die Behandlung zum Beispiel in einem Intervall von 4-6 Wochen durchführen und da auch konsequent sein. Ich finde, das man schon in den Tagen nach der ersten Behandlung einen Effekt sieht: Die Haut strahlt richtig und wirkt insgesamt rosiger.

Einen Tag nach der letzten Behandlung (und mit richtig viel Zinksalbe im Gesicht)

5. Erzielt man einen Anti-Aging-Effekt? 

Die Needling Pen dringt mit einer Tiefe von 0,25 bis 2 mm in die Haut ein. Je nach Tiefe, in der behandelt wird, werden die epidermalen und dermalen Strukturen angeregt, es werden also Kollagen und Fibrobalsten aktiviert. Das führt zum Auffüllen der Aknenarbe bzw. der Regeneration der Narbe aus der Tiefe und hat den Effekt, dass man frischer aussieht, erklärt mir Dr. Delir. Ich habe einige Behandlungen mit 0,5 mm durchführen lassen und dann auch mit mehr als 1 mm needlen lassen. Den Unterschied, denn Dr. Delir oben erklärte, konnte ich auch an meiner eigenen Haut beobachten: Bei geringerer Tiefe war das Ergebnis eher kürzer und ein kurzfristiger Frischeeffekt war zu beobachten. Je tiefer die Nadel eindrang, desto länger und intensiver war das Ergebnis und desto eher wurden die Poren verfeinert. Die Haut ist dann aber halt auch eine Spur gereizter.

So viel Dreck saugt Sonja mit der Mikrodermabrasion aus der Haut: Talg, Hautschuppen und andere Ablagerungen schwimmen hier nach der Behandlung im Wasser

6. Wann könnte man die Behandlung nicht durchführen? 

Die Hautoberfläche sollte intakt sein. Bei einer aktiven, stark pustulösen Akne mit eitrigen Herden wäre der Skin Care Club kontraproduktiv, erklärt Dr. Delir. Wenn es nur eine kleine Stelle ist, die offen ist (z.B. ein kleiner Pickel), dann könnte man diese einfach Stelle auslassen, aber grundsätzlich sollte die Haut nicht entzündet sein, da Entzündungen (wie eben eitrige Stellen oder auch aktive Fieberblasen) verschleppt werden könnten. Auch wenn man aktive Wunden im Gesicht hat, sollte man eher die Wunden abheilen lassen, bevor man sich an das Needling macht. 

7. Warum sollte man den Kuzbari Cremenplan einhalten? 

Zu Beginn meiner Behandlungen erstellten mir Dr. Delir und Sonja einen sehr detaillierten Cremenplan, wovon ich anfangs nicht so begeistert war. Ich wollte nicht schon wieder in Kosmetikprodukte investieren, weil ich ja eh so viel hab. Die Profis haben aber nicht locker gelassen – zum Glück! Ich musste alle Produkte aufzählen, die ich verwende. Zum Schluss habe ich doch alles gekauft, was mir empfohlen wurde (inklusive der Vitamin D Tropfen). Und ich muss sagen: Beste Entscheidung, die ich jemals für meine Haut getroffen habe. Meine Hautpflege war noch nie so reduziert und gleichermaßen angepasst wie jetzt. Ich empfehle, sich sehr genau an den Cremenplan zu halten, da medizinische Cremen schon ordentliche Hämmer sind, falls diese zum Einsatz kommen. Und auch bei rein kosmetischen Behandlungen ist die Einhaltung ratsam, weil ja doch zuvor eine genaue Hautanalyse durchgeführt wurde und man den Effekt ja nicht „verschlimmbessern“ will. Also stick to your Cremenplan, please! Der Plan wird auch adaptiert und ergänzt, wenn das nötig ist. 

Fazit

Insgesamt kann ich meine Erfahrung mit dem Skin Care Club nur als ausgezeichnet beschreiben. Ich bin ein großer Fan und gehe regelmäßig zur Behandlung. Meine Haut ist insgesamt reiner, klarer, die Oberfläche ebenmäßiger und auch Entzündungen und Pickel sind deutlich weniger geworden. Als ich die Zeit während des Lockdowns nicht behandlet wurde, fiel mir erst auf, wie viel Dreck sich an der Haut ansammelt, den man zuhause nicht professionell entfernen kann. Was man natürlich dazu sagen muss, ist, dass eine Behandlung mit € 180,– pro Sitzung nicht günstig ist. Ob man sich diese Behandlung monatlich leisten will, liegt im eigenen Ermessen. Ich würde die Behandlung jedenfalls jedem ans Herz legen, der lästige Erinnerungen an die blöde Akne loswerden will, einen leichten Anti-Aging Effekt erzielen möchte und sich eine gesunde, reine Haut wünscht. 

Hier könnt ihr noch mehr zur Behandlung bei Kuzbari nachlesen.