Danke, dass ich ich sein darf.

Ich sitze rauchend vor meinem großen Spiegel und betrachte mich. Kritisch. Ich fühle mich aufgequollen, fett, unansehnlich. Die Skinny Jeans spannt an den Oberschenkeln, der Bund drückt am Bauch. Ich finde mein Gesicht unglaublich fett und meine Arme und meine Taille war auch schon mal schmaler. Meine Haut ist scheiße, ich leide ziemlich unter Akne…

Deshalb trage ich keine BHs mehr

Das Erste, was ich ausziehe, wenn ich nach Hause komme, sind nach Jacke und Schuhen die Jeans und der BH. Die Jeans deshalb, weil ich mich einfach nicht mit U-Bahn-Klamotten aufs Sofa setzen kann (Wäh!). Und den BH deshalb, weil er mir weh tut.

Wo bleibt eigentlich das männliche Pendant zum Feminismus?

Feminismus ist kein Synonym für Gleichberechtigung beider Seiten. Er ist ein Instrument zur Erreichung von Gleichberechtigung und zur Abschaffung struktureller Unterschiede zwischen Mann und Frau. Ein Prozess, der wichtig und nötig ist. Aber das heißt noch lange nicht, dass wir keine Emanzipation von Seite der Männer brauchen.