„Den Geruch von Hirn und Blut, den bekomm‘ ich nie wieder aus der Nase“

Johannes Müller und ich, wir kennen uns seit etwa fünf Jahren: Ich habe im Dezember 2011 ein Interview mit dem deutschen Reportagefotografen im Business Punk gelesen und seine Arbeiten von der ersten Sekunde an gefeiert. Das Magazin hab‘ ich heute noch. Ein Heftl mit gutem Content, sowas kann ich einfach nicht wegwerfen. Irgendwas muss im digitalen Zeitalter ja Bestand haben. Das Aufmacherbild zeigt afghanische Soldaten, die auf einer Parkbank sitzen. Der Einleitungstext machte mich neugierig: „Strandurlaub kann jeder: Johannes Müller macht Ferien lieber im Kriegsgebiet“. Wer ist dieser wahnsinnige Typ, der ernsthaft Urlaub in Afghanistan und anderen Ländern macht, in denen Krieg herrscht?

„Den Geruch von Hirn und Blut, den bekomm‘ ich nie wieder aus der Nase“

Wann hört dieser Fashion-Konsumwahn endlich auf?

Mode ist eine großartige und wichtige Ausdrucksform und jeder, der behauptet, Kleidung wäre nur was für oberflächliche Blogger-Tussis, der verkennt die offensichtliche, unmittelbare Botschaft, die man mit dem eigenen Äußeren in die Welt schickt. Ob Minimalismus-Hipster oder H&M-Girly: Wir sollten anfangen, darüber nachzudenken, was unser Aussehen die Umwelt eigentlich kostet. Weil nichts nachhaltiger ist, als Second Hand: Ein Plädoyer für ein bisschen mehr Hirn beim Shopping.

Wann hört dieser Fashion-Konsumwahn endlich auf?

Fit für den Sommer

„Mach‘ dich jetzt fit für den Sommer!“, schreit es mir in der Trafik entgegen. Die Getty-Images der Stars und Models auf den Hochglanzmagazinen zwinkern mir zu und versprechen mir, dass auch meine Fettpölster in reine Muskelmasse verwandelt werden, wenn ich dieses Magazin kaufe. Garantiert. In 10 Tagen.

Fit für den Sommer

Warum Fitnessstudio kein Hobby ist – Ein Plädoyer für Freizeitaktivitäten

Arbeit ist dieses Netz, das sich irgendwann über jeden von uns legt und uns einerseits Sicherheit und Struktur bietet, andererseits jede einzelne Knospe Individualität abzwickt. Allerdings nur, wenn man sich selbst aufgibt und anfängt, sich nur über die Arbeit zu definieren. Ein Plädoyer für das Hobby und ein Hassbrief an die kognitive Monokultur.

Warum Fitnessstudio kein Hobby ist – Ein Plädoyer für Freizeitaktivitäten